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VW Golf

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Der VW Golf ist ein Automodell der Firma Volkswagen. Er zählt zur Kompaktklasse, die in Deutschland häufig auch Golfklasse genannt wird. Bezogen auf sein konstantes Konzept - er besaß von Anfang an Frontantrieb und seine Motorpalette wurde größtenteils beibehalten, gepflegt und weiterentwickelt - gilt er als das meistverkaufte Auto der Welt. 1974 kamen mit dem VW Golf I kleine Kompaktautos auf den Markt, die für jedermann erschwinglich waren und trotzdem einen uneingeschränkten Alltags-Nutzwert und gute Fahrleistungen boten. Von den seinerzeitigen Konkurrenzprodukten Opel Kadett und Ford Escort unterschied er sich vor allem durch den quer eingebauten Motor, den Frontantrieb, die breite hintere Dachsäule (C-Säule) und insbesondere durch die Abkehr vom klassischen Stufenheck. Im Jahr 2004 wurden die ersten VW Golf 30 Jahre alt und können damit offiziell als Oldtimer zugelassen werden. Der Name stammt vom Golfstrom ab, zahlreiche VW-Modelle wurden nach Winden benannt (Passat, Scirocco, Bora). Der Name Golf wurde erst kurz vor der Markteinführung veröffentlicht, bis dahin wurde er unter dem Namen "Scirocco" entwickelt, der dann jedoch nur für die Coupé-Variante vergeben wurde. Später bezog sich der Name "Golf" auf die exklusive Sportart (Schaltknauf beim GTI als Golfball, "analoge" Bezeichnungen der Modelle Polo und Derby). In den USA wurde der Golf I anfangs wegen seiner Wendigkeit unter der offiziellen Typenbezeichnung Rabbit (dt: Kaninchen) geführt. Diese Bezeichnung war auch selbstironisch gemeint, weil in den USA solch kleine Autos zum damaligen Zeitpunkt unüblich waren. Im Rahmen der New York Auto Show 2006 gab Volkswagen bekannt, die fünfte Generation des Golfs in Kanada und den USA wieder unter dieser Bezeichnung einzuführen. In Mexiko wurde der Golf unter dem Namen Caribe angeboten.

VW Golf I LS, Baujahr 1974
VW Golf I LS, Baujahr 1974
VW Golf I
VW Golf I

Inhaltsverzeichnis

Fakten

Der VW Golf ist das umsatzstärkste Modell des Volkswagenkonzerns und trägt maßgeblich zum Erfolg von Volkswagen bei. Zum Zeitpunkt seiner Einführung bedeutete er die Rettung des finanziell stark angeschlagenen VW-Konzerns. Außerdem begann mit ihm und dem knapp zuvor eingeführten VW Passat die Ablösung des Heckmotors mit Luftkühlung durch den wassergekühlten Frontmotor. Ursprünglich war der Nachfolger des Käfer als ein Fahrzeug mit einem Mittelmotor und dem VW-typischen Heckantrieb konzipiert, was dann aber wieder verworfen wurde. Einer der Gründe war die ungünstige Lage des Motors, der einen mehr als 1 Meter langen Ölmessstab erforderte und das Fahrzeug nicht besonders wartungsfreundlich machte. Innerhalb von weniger als 18 Monaten wurde dann ein Ersatz für diese Studie entwickelt, welche dem ersten Golf schon sehr nahe kam. In Europa ist der Golf das meistverkaufte Modell und gilt insgesamt neben dem Toyota Corolla als das meistverkaufte Kraftfahrzeug. Der Golf überholte im Juni 2002 VW-intern den bis dahin mit über 21 Millionen Fahrzeugen führenden VW Käfer. In Deutschland ist der VW Golf seit 1975 das meistverkaufte Auto - unterbrochen nur durch das Jahr 1980, in dem der Mercedes W 123 knapp vorn lag. Allerdings lag der damals brandneue VW Jetta auf Platz 5 der Zulassungsstatistik. Im erfolgreichsten Jahr wurden 414."http://de.wikipedia.org/wiki/"http://de.wikipedia.org/wiki/132 Golf allein in Deutschland zugelassen (ohne Jetta oder Vento). Der Golf hat zwar eine sehr große und starke Konkurrenz, konnte sich bislang aber immer gegen diese durchsetzen. Konkurrenten des VW Golf in Deutschland waren und sind (überwiegend aus der Kompaktklasse):

Modellgeschichte

Seit 1974 wurde der Golf in nunmehr fünf Generationen auf den Markt gebracht:

Modellvarianten

Modellvarianten

Bereits 1976 erschien erstmals der Golf GTI, welches eine neues Fahrzeug-Genre darstellte. Ausgerüstet mit dem 110PS starken Motor des Audi 80 GTE, schuf er quasi eine eigene Fahrzeugklasse. Auch vom Golf V gibt es bis heute ein GTI-Modell. Völlig neu war auch der Golf Diesel, welcher erstmals im Jare 1976 vorgestellt wurde. Einen Kleinwagen mit Dieselmotor war bis dahin nicht denkbar gewesen. 1979 präsentierte VW das neue Golf Cabriolet, welches das Käfer Cabriolet beerbte.

VW scheiterte Anfang der 1990er Jahre mit der Einführung des VW Golf Ecomatic, der vom Verbraucher nicht angenommen wurde. Die dabei erstmals eingeführte Motorabschaltautomatik in Verbindung mit der manuellen Halbautomatik (keine Kupplung, jedoch Handschaltung) führte zu einem gewöhnungsbedürftigen Fahrverhalten (bei jedem Gaswegnehmen wurde der Motor abgeschaltet, beim Gasgeben wieder angeschaltet). Der Durchschnittverbrauch lag jedoch richtungsweisend bei 4,4l Diesel auf 100 km. Ganze 2.000 Exemplare wurden vom Ecomatic-Golf verkauft.

Die Varianten des Golf mit Stufenheck (= klassischem Kofferraumdeckel, VW Jetta, VW Vento, VW Bora) wirken noch konservativer als der Golf, haben aber den Vorteil einer günstigeren Schadenklasseneinstufung in der Kfz-Haftpflichtversicherung. Diese Modellvarianten sind vor allem in den USA sehr beliebt, wo auch der Name VW Jetta nicht verändert wurde.

Erfolglos blieb 1990 der Versuch, frühzeitig eine heute beliebte Form des so genannten Crossovermodells (z.B. VW Polo-Fun) zu etablieren. Der Golf II Country mit Allradantrieb und mächtigen Rammschutzbügeln an Front und Heck sowie außen angebrachtem Reserverad wurde – auch wegen seines Kaufpreises – zum Flop, nur 7.735 Fahrzeuge liefen vom Band. Die Topversion kostete schon damals deutlich über 50.000 DM.

Mit dem Erscheinen des Golf TDI mit dem Motor aus dem Audi 80 TDI wurden neuartige sparsame Dieselmodelle präsentiert, welche Volkswagen in den 90er Jahren einen erheblichen Vorsprung vor anderen Herstellern bescherte.

Seit 2004 – nach dem VW Touareg – nach dem Flop des Country-Golf - erneut an einem Gelände-Golf gearbeitet, der sog. A-SUV (neueste Namensideen sind "Golf Beduin" oder "Golf Cross"). Die Bezeichnung "Gelände-Golf" ist streng genommen falsch, da dieses Auto voraussichtlich sehr wenig mit dem Golf V gemeinsam haben wird.

Karosserievarianten

Das Design des Golf war und ist nach Aussagen des Konzerns eher konservativ als modisch oder designerisch verspielt gewählt, um den Absatz nicht zu gefährden. Der Golf I wurde vom italienischen Designer Giugiaro entworfen. Später hat das konzerneigene Volkswagendesignteam diese Ursprungsform weiter aktualisiert, ohne dabei vom markanten Ursprungsentwurf völlig abzukommen. Ein typisches Stilmerkmal ist die relativ breite und dadurch stämmig wirkende C-Säule. Die Abmessungen nahmen mit jedem Modell zu und die Größe der Modelle Golf I und Golf II wird heute (Stand 2004) bereits vom VW "http://de.wikipedia.org/wiki/Polo erreicht. Die Namen dhttp://de.wikipedia.org/wiki/er Modelle Golf, Polo, dessen aktuellem Sondermodell Cricket sowie dem Nutzfahrzeug Caddy ergeben sich aus dem Bezug zu britischen Sportarten, die alle mit kleinen Bällen zu tun haben.

VW Golf Plus
VW Golf Plus

Der Golf wurde bzw. wird in verschiedenen Karosserievarianten angeboten, bzw. liefert die Plattform für verwandte Modelle:


Plattformkonzept

VW Golf IV Variant als Streifenwagen der sächsischen Polizei
VW Golf IV Variant als Streifenwagen der sächsischen Polizei

Hauptartikel: Plattformkonzept

Das Plattformkonzept der Golf-Baureihe erlaubt mit geringem Umbauaufwand die Kombination einer Karosse und eines Motors von nahezu beliebigen Baujahren und Ausführungen miteinander. So ist ein G60-Motor aus dem Golf II auch im Golf I und im Golf III einbaufähig. Viele Modelle des VW-Programms teilen sich gleiche Achsteile.

Mit Einführung des Golf IV wurde die so genannte Bodengruppe PQ 34 auch im Škoda Octavia, Audi TT, Audi A3, Seat León und im VW New Beetle verwendet. Das führt zu einem hohen Anteil an Gleichteilen, die in allen Konzern-Parallelmodellen und Ausstattungsvarianten vorhanden sind.

Kritik

Die erste Golfgeneration wurde vor allem kritisiert, da sie, bis auf die langlebigen Exemplare des letzten Produktionsjahres 1983, sehr rostanfällig war. Als sicherheitsrelevante Nachteile wurden die breite C-Säule und die kleinen Spiegel der 1er und ersten 2er-Modelle kritisiert; die breite C-Säule ist bis heute ein typisches Merkmal der Golf-Karrosserie. Beim Golf V ist das verwendete Kunststoffmaterial bis zum Modelljahr 2006 (gebaut ab Mitte 2005) im Innenraum vom Aussehen her minderwertiger als beim Vorgängermodell. Der aktuelle Golf wird, wie viele Fahrzeuge des VW-Konzerns, wegen seiner hohen Preise und der umfangreichen Aufpreisliste kritisiert.

Siehe auch

Weblinks

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